Herzlich Willkommen auf dieser Webseite! Ich bin Ingo Zacharias und auf diesem Blog geht es darum, die Freiheit dieses Moments zu entdecken – unabhängig davon, wie die Bedingungen gerade sind. Das Hilfsmittel dazu ist die spirituelle Selbsterforschung, wie sie in den Traditionen des Buddhismus und der Non-Dualität (Advaita) beschrieben wird.

Wir alle streben in jedem Augenblick unseres Lebens danach, uns innerlich wohl zu fühlen oder dieses Gefühl wieder zu erlangen. Doch die Wege, die wir dazu gehen, reduzieren die Unzufriedenheit und das Leiden nur teilweise. Oftmals bringen sie sogar neues Leiden mit sich. Wir suchen das Glück in äußeren und inneren Dingen (Familie, Beruf, Haus, Urlaub, Hobbys, Partnerschaft, Sport, Gesundheit), in der psychologischen Entwicklung unserer Persönlichkeit oder in der spirituellen Arbeit an uns selbst.

Was alle Vorgehensweisen gemeinsam haben, ist die Perspektive: „ICH will glücklich sein! Es geht um MICH! Es geht um MEIN Leben!“ Und fast nie wird dabei hinterfragt:

Wer oder was ist eigentlich genau mit diesem „ICH“ gemeint, das etwas haben oder nicht haben kann, das sich als erlebende und handelnde Instanz des eigenen Lebens ansieht?“

Die Frage erscheint absurd, ist doch das Erleben von einem Ich-Zentrum, das trotz aller inneren und äußeren Veränderungen im Laufe des Lebens unverändert bleibt, augenscheinlich die selbstverständlichste und sicherste Wahr-Nehmung, die es überhaupt gibt. Es gibt ein ganz klares Empfinden von „Ich bin hier – als eigenständige Person“ und „Du und die Welt sind dort – als von mir getrennte Menschen und Dinge“.

Die spirituelle Erkenntnis des Nicht-Selbst

Und doch: Genau an dieser Stelle setzen viele spirituelle Traditionen an, um das Leiden zu beenden. Begriffe wie „Nicht-Selbst“ und „Leerheit“ im Buddhismus sowie „reines Bewusstsein“ im Advaita weisen auf eine Erfahrung hin, in der das eigenständige, erlebende und handelnde Ich-Zentrum als nicht auffindbar erkannt wird. Im direkten Erleben wird klar gesehen, dass das „Ich“ nur eine Gedankegeschichte ist, nur eine „mentale Benennung in Abhängigkeit von diesem Körper und diesem Geist“ (Dalai Lama).

Diese Erfahrung erscheint aus dem persönlichen Blickwinkel zunächst als bedrohlich. Aber wenn das „Nicht-Selbst“ unmittelbar erkannt wird, ist das äußerst befreiend. Das personale „Ich“ bleibt als eine Lebensrealität weiterhin bestehen, zugleich gibt es aber ein tiefer gehendes Wissen und Erleben, dass das, was wir „Ich“ nennen, im gegenwärtigen Erleben letztlich nicht auf mich als getrennte Person verweist, sondern auf etwas, das man „reine Präsenz“ oder „ungeteiltes Sein“ nennen kann.

Diese Unpersönlichkeit des Seins und Erlebens ist die Befreiung von einer falschen Vorstellung von uns selbst und damit vom immer wiederkehrenden Leiden an einem Leben, das in seinen Wechselfällen bisher scheinbar „mir“ als Person geschah bzw. das „ich“ als Person zu bewältigen hatte.

Was bleibt, ist eine unaufhörliche Lebendigkeit und ein einzigartiger Lebensausdrucks in jedem Augenblick – inklusive von „mir“. Aber nichts kann mehr wirklich persönlich genommen werden. Nichts ist mehr wirklich gegen oder für „mich“. Es ist einfach nur, was jetzt ist.

Das ist die Freiheit des Jetzt.

Die Praxis der Selbsterforschung

Auf diesem Blog möchte ich dich durch eigene Artikel sowie Beiträge von verschiedenen spirituellen Lehrern, die ich über die Jahre der eigenen Suche und des Verstehens als äußerst hilfreich empfunden habe, in der Erkenntnis dieser grundlegenden Freiheit unterstützen. Ich empfinde es als sehr hilfreich, diesen schwierigen und doch so zentralen Punkt der Ich-(Un)Wirklichkeit aus verschieden Blickwinkeln immer wieder neu zu betrachten.

Neben der notwendigen gedanklichen Reflexion, die zunächst die gewohnte Wahrnehmung von dir selbst und der Welt in Frage stellt, ist mir die konkrete Praxis der Selbsterforschung sehr wichtig. Deshalb gibt es hier viele Anregungen und Übungen, die dich zur Erkenntnis des Nicht-Selbst durch unmittelbares Erleben führen können.

Bist du neugierig geworden? Suchst du eine Freiheit, die unabhängig von den Bedingungen des gegenwärtigen Augenblicks ist? Und bist du bereit dazu, die scheinbar sichersten Vorstellungen von dir und der Welt zu hinterfragen und zu erforschen? Dann wünsche ich dir viele inspirierende Momente mit den Texten auf dieser Webseite.