Ingo Zacharias

Freiheit des Jetzt

Vom Gedanken-Ich zur Präsenz-Identität

Kategorie: Leerheit (Seite 1 von 7)

Das Gefühl der Ich-Kontinuität – eine große Täuschung und eine große Wahrheit

Wir alle haben das Gefühl, kontinuierlich hier zu sein. Wenn wir am Ende eines Tages zurückblicken, sagen wir z. B.: „Ich hatte heute einen guten Tag. Heute Morgen habe ich mal nicht im Stau gestanden und mein Arbeitstag war auch nicht so stressig. Und heute Abend hatte ich noch ein schönes Treffen mit einer Freundin.“

Immer war das Gefühl, dass „Ich“ in jedem Augenblick des Tages gegenwärtig war. Das, was „Ich“ erlebt oder getan habe, war ganz verschieden über den Tag, aber das „Ich“ selbst, der empfundene Ich-Bezugspunkt, ist gefühlt immer gleich geblieben. Deshalb wird auch kein Wort häufiger benutzt als das Wort „Ich“.

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„Ich“ bin das, wozu ich nicht mehr „mein“ sagen kann

Was genau ist mit dem Wort „Ich“ gemeint, wenn wir sagen: „Ich habe diesen Gedanken“, „Ich habe diese Körperempfindung“, „Ich habe dieses Gefühl“, „Ich habe dieses Erleben“?

Fast immer sind wir mit dem beschäftigt, was wir denken, was wir empfinden, was wir fühlen und was wir erleben. Aber jeden Augenblick können wir innerlich zurücktreten und feststellen: „Das ist mein Gedanke“, „Das ist meine Körperempfindung“, „Das ist mein Gefühl“, „Das ist mein Erleben“.

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Du hast so viel erlebt und nichts davon hat eine Spur in dir hinterlassen

„Was auch immer für Bilder erscheinen mögen, es sind nur Bilder auf der Leinwand des Bewusstseins. Sie werden dich nicht berühren. Sei wie die Leinwand, auf die Bilder projiziert werden. Wenn auf der Leinwand ein großes Feuer ist, wird die Leinwand dadurch nicht verbrannt. Wenn auf der Leinwand ein Wasserfall ist, wird sie daduch nicht nass.“ – Mooji

Schmerzen im Rücken. Diese Körperempfindung hast DU erlebt.
Freude über die Bewältigung einer schwierigen Aufgabe. Dieses Gefühl hast DU erlebt.
„Ich habe jetzt keine Lust. Ich bin kaputt.“ Diesen Gedanken hast DU erlebt.
LKW-Geräusche auf der Autobahn. Diese Sinneswahrnehmung hast DU erlebt.

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Ken Wilber: Ruhe im unsichtbaren Zeugen und versuche nicht, das Ich loszuwerden

Die meisten Menschen begehen auf dem Weg zum Einen Geschmack zwei Fehler. Der erste geschieht beim Kontakt mit dem Zeugen, der zweite beim Übergang vom Zeugen zum Einen Geschmack selbst.

Der erste Fehler: Beim Versuch, Verbindung mit dem Zeugen (oder Ich-Ich) aufzunehmen, glauben viele Menschen, dass sie etwas sehen werden. Aber man sieht gar nichts: Man ruht einfach als der Zeuge von allem, was zum Vorschein kommt: Man ist der reine und leere Seher, nicht etwas, das man sehen könnte. Es wäre falsch, den Seher als besonderes Licht, als große Wonne, als plötzliche Vision sehen zu wollen: Dies sind alles Objekte; sie sind nicht der Zeuge, der man selbst ist.

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Yolande Duran-Serrano: Ich bin total verliebt in diese Stille (Teil 2)

Die Stille lässt nicht zu, dass du dich jeden Augenblick neu erschaffst, sie erlaubt dir nicht, dich einzumischen, zu denken und diesen ganzen mentalen Filter in Gang zu halten. Dadurch erscheint dir die Realität so viel lebendiger, so viel realer. […]

Es ist etwas, das vor allem anderen da ist und dir erlaubt, die Dinge wahrzunehmen … ohne da zu sein. Es ist etwas, was dich in der Rückschau erkennen lässt, das alles, was du siehst, alles, was dir erscheint, nur eben jetzt erscheint. Im nächsten Moment, pfft, fini, ist es nicht mehr da. Letztlich gibt es nichts als jetzt. Der Augenblick davor, der Augenblick danach, das sind einfach zwei Abstraktionen.

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