Ingo Zacharias

Freiheit des Jetzt

Vom Gedanken-Ich zur Präsenz-Identität

Jahr: 2015 (Seite 3 von 5)

Das leere Ich

Ich erlebe.
Ich handle.
Ich denke.
Ich fühle.
Ich sehe.
Ich höre.
Ich gehe.

Das ist die ganz normale Art, wie wir unser alltägliches Leben beschreiben. Und wenn ich dich frage, „Wer oder was ist denn dieses ICH, das erlebt, handelt, fühlt und denkt?“, wirst du wahrscheinlich spontan antworten, „Ja, ICH halt. ICH, mit diesem Körper hier und mit dieser ganz eigenen Lebensgeschichte und Sicht auf die Welt.“ Und vielleicht zeigst du dabei mit dem Finger auf dich selbst.

Damit scheint die Sache klar. Aber: Wer oder was denkt den Gedanken „Ja, ICH halt“? Wo ist das ICH zu finden, das sich als ICH bezeichnet? Außerhalb dieses Gedankens?

Weiterlesen

Werner Ablass: Was ist nonduales Bewusstsein?

Atmen geschieht, ein Atmer jedoch lässt sich nicht finden.

Herzschläge gibt’s, den Herzschläger aber sucht man vergebens.

Gedanken werden gedacht – ohne Denker.

Entscheidungen fallen, der Entscheider aber, er fehlt.

Taten erfolgen, ein Täter aber findet sich nicht.

Weiterlesen

Mariananda: Hör auf, den Gedanken zu folgen

Wie komme ich aus dem Krampf heraus, das Leben kontrollieren zu müssen?

Du hast die Möglichkeit, diesem Krampf, also deinen Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen zu glauben. Oder du kannst es lassen. Aber noch scheinst du deine Gedanken zu lieben – zumindest so sehr, dass du ihnen noch folgst. Also “glaubst“ Du auch noch, dass Du das Leben kontrollieren könntest oder müsstest.

Stimmt. Es ist wie eine Sucht.

Super, ganz Klasse. Es ist eine Sucht. Und was machen wir, wenn wir wissen, dass wir süchtig sind?

Eine Entsüchtigungskur.

Das nennen wir Entzug. Und das ist das, was die meisten Leute nicht tun. Du hast es kapiert. Wunderbar. Du beobachtest bereits: Oh, wo ist mein Stoff? Dein Stoff heißt: denk, denk, denk.

Weiterlesen

Sogyal Rinpoche: Die zwei Arten des Geistes

Die immer noch revolutionäre Einsicht des Buddhismus lautet: Leben und Tod sind im Geist, und nirgendwo sonst. Der Geist ist die universelle Basis aller Erfahrung – der Schöpfer von Glück und Unglück, der Schöpfer auch dessen, was wir Leben und Tod nennen.

Es gibt zwei verschiedene Aspekte des Geistes; die beiden wichtigsten möchte ich hier vorstellen. Der erste ist der gewöhnliche Geist, im Tibetischen Sem genannt. Ein Meister definierte diese Ebene folgendermaßen: „Das, was unterscheidendes Gewahrsein besitzt, was Dualität erlebt, etwas Äußeres ergreift oder abweist, ist der Geist. Er ist das, was sich mit etwas ‚Anderem’ verbindet – mit ‚Etwas’, das als getrennt vom Wahrnehmenden erfahren wird.“ (Chögyam Trungpa „Das Herz des Buddha“) Sem ist der diskursive, dualistische, denkende Geist, der nur in Verbindung mit projizierten und falsch wahrgenommenen äußeren Bezugspunkten funktionieren kann.

Weiterlesen

Ajahn Sumedho: Alles, was entsteht, vergeht.

„Alles, was dem Entstehen unterworfen ist, ist dem Vergehen unterworfen.“

Das mag nun nicht gerade wie ein großartiges Wissen klingen, aber in Wirklichkeit beinhaltet es ein universelles Grundmuster: Was es auch sei – was dem Entstehen unterworfen ist, ist dem Vergehen unterworfen; es ist unbeständig und Nicht-Selbst.

Hafte also nicht an, lass dich nicht täuschen von dem, was entsteht und vergeht. Suche deine Zuflucht – worin du verweilen, worauf du vertrauen kannst – nicht in etwas, das entsteht, weil diese Dinge vergehen werden.

Weiterlesen

Seite 3 von 5



© 2018 Freiheit des Jetzt | Ingo Zacharias | Schröderstr. 8 | 69120 Heidelberg | Tel. 0163-9109750 | post@ingo-zacharias.de

Impressum & Datenschutzerklärung