Ingo Zacharias

Freiheit des Jetzt

Vom Gedanken-Ich zur Präsenz-Identität

Kategorie: Reines Bewusstsein (Seite 8 von 9)

Eckhart Tolle: Vom Objektbewusstsein zum Raumbewusstsein (Teil 1)

Das Leben der meisten Menschen ist voll gestopft mit Dingen: materiellen Dingen, Dingen zu tun, Dingen zum Nachdenken. Ihr Leben gleicht der Geschichte der Menschheit, von der Winston Churchill einmal sagte, sie sei »eine verfluchte Sache nach der anderen«. Ihr Kopf ist voll gepackt mit aufeinander folgenden Gedanken.

Das ist die Dimension des Objektbewusstseins, die bei vielen Menschen die vorherrschende Wirklichkeit ist und ihr Leben so sehr aus dem Gleichgewicht bringt. Zum Objektbewusstsein muss das Raumbewusstsein ein Gegengewicht bilden, damit unsere Erde wieder gesunden und die Menschheit ihr Schicksal erfüllen kann. Die Entstehung von Raumbewusstsein ist die nächste evolutionäre Stufe der Menschheit.

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Jiddu Krishnamurti: Das Leben beginnt, wo das Denken endet

Wenn du durch die kleine Stadt wanderst, mit ihrer einzigen Straße und ihren vielen Läden – dem Bäckerladen, dem Fotogeschäft, dem Buchladen, dem offenen Restaurant –, unter der Brücke durch, vorbei an dem Schneider, über eine andere Brücke, vorbei an der Sägemühle, dann den Wald betrittst und weiterhin neben dem Fluss entlang gehst und auf das alles mit völlig wachen Augen und Sinnen schaust, aber ohne einen einzigen Gedanken im Kopf – dann weißt du, was es heißt, nicht abgesondert zu sein.

Du folgst dem Fluss eine oder zwei Meilen weit – wiederum ohne dass ein einziger Gedanke aufflattert –, schaust auf das dahinjagende Wasser, lauscht seinem Rauschen, siehst die Färbung des graugrünen Bergstroms, schaust auf die Bäume und durch die Zweige hindurch auf den blauen Himmel und die grünen Blätter – wiederum ohne einen einzigen Gedanken, ohne ein einziges Wort –, dann wirst du wissen, was es bedeutet, keinen Raum zwischen sich und dem Grashalm zu haben.

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Adyashanti: Nur Gewahrsein bleibt

Nur wenn du deine Aufmerksamkeit auf das Gewahrsein selbst lenkst, ist dort nichts dahinter. Das ist mit ‚zur Quelle zurückkehren’ gemeint. Es bedeutet, dass nichts danach kommt. Da ist nichts dahinter.

Bei einem Gedanken ist immer etwas dahinter. Da ist immer das Gewahrsein des Gedankens. Also ist Gewahrsein dahinter. Bei einem Gefühl ist immer etwas dahinter. Bei den konditionierten Mustern ist immer etwas dahinter. Da ist immer Gewahrsein, das hinter allem ist, was wahrnehmbar ist; über das man nachdenken kann. Da ist immer etwas dahinter: nämlich Gewahrsein. Geist.

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Doris Zölls: Das eine Leben

Sagt ein Kind zum ersten Mal zu sich „ich“, erfasst es sich zum ersten Mal selbst. Es bezieht das Wort nur auf sich und erlebt sich dadurch im Gegensatz zum Außen. Erst jetzt erkennt das Kind sich im Spiegel. Vorher läuft es noch hinter den Spiegel, und will schauen, wer dahinter steht und wer durch ihn hinausschaut. In dem Moment, wo es „ich“ sagt, erlebt es: Das bin ja ich selbst.

Bevor Kinder zu sich „ich“ sagen, malen sie Bilder mit vielen unterschiedlichen Kreisen. In dem Moment jedoch, in dem Kinder zu sich “ich” sagen können, malen Sie in diese Kreise einen Punkt hinein. Es ist irgendetwas geschehen, es gibt auf einmal einen Bezugspunkt, von dem aus sie sich in Beziehung zur Welt setzen können.

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Das leere Ich

Ich erlebe.
Ich handle.
Ich denke.
Ich fühle.
Ich sehe.
Ich höre.
Ich gehe.

Das ist die ganz normale Art, wie wir unser alltägliches Leben beschreiben. Und wenn ich dich frage, „Wer oder was ist denn dieses ICH, das erlebt, handelt, fühlt und denkt?“, wirst du wahrscheinlich spontan antworten, „Ja, ICH halt. ICH, mit diesem Körper hier und mit dieser ganz eigenen Lebensgeschichte und Sicht auf die Welt.“ Und vielleicht zeigst du dabei mit dem Finger auf dich selbst.

Damit scheint die Sache klar. Aber: Wer oder was denkt den Gedanken „Ja, ICH halt“? Wo ist das ICH zu finden, das sich als ICH bezeichnet? Außerhalb dieses Gedankens?

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